Servervirtualisierung mit Hyper-V & Proxmox
Nutzen Sie Ihre Server effizienter und schaffen Sie eine flexible Grundlage für Ihre Unternehmens-IT. Mehrere virtuelle Server laufen auf einer physischen Hardware; Anwendungen und Aufgaben lassen sich in getrennten Systemen organisieren und zentral verwalten.
Was bringt Servervirtualisierung?
Je nach Ausgangslage kann Virtualisierung Ihre IT in diesen Punkten verbessern – garantierte Einsparungen gibt es nicht.
Hardware besser auslasten
Statt vieler wenig ausgelasteter Einzelserver teilen sich virtuelle Server die Ressourcen eines Hosts.
Weniger physische Server
Je nach Ausgangslage lässt sich die Zahl der Geräte reduzieren – das kann Platz, Strom und Wartungsaufwand sparen.
Schneller bereitstellen
Neue virtuelle Server entstehen in Minuten statt nach einer Hardwarebestellung – ideal für Tests und neue Anwendungen.
Flexibel zuweisen
Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Speicher lassen sich innerhalb der verfügbaren Kapazität anpassen.
Anwendungen trennen
Jede Anwendung läuft in einem eigenen System. Das macht Updates, Tests und Fehlersuche übersichtlicher.
Wartung gezielter planen
Virtuelle Server lassen sich sichern, verschieben und wiederherstellen – das erleichtert Wartung und Wiederanlauf.
Hyper-V – Virtualisierung im Microsoft-Umfeld
Hyper-V ist Microsofts Hypervisor-Technologie und als Rolle in Windows Server verfügbar. Diese Seite bezieht sich auf Hyper-V in Windows Server – nicht auf Client-Hyper-V unter Windows 10/11 und nicht auf das eigenständige Produkt Microsoft Hyper-V Server 2019.
- Gastsysteme: Windows- und Linux-Gäste entsprechend der jeweiligen Supportmatrix – Hyper-V ist also nicht nur für Windows geeignet.
- Verwaltung: Hyper-V-Manager, Windows Admin Center und PowerShell.
- Live-Migration: Laufende VMs lassen sich unter passenden Voraussetzungen zwischen Hosts verschieben, etwa für geplante Wartung.
- Hochverfügbarkeit: Mit Windows Server Failover Clustering umsetzbar.
- Hyper-V Replica: Repliziert VMs für Wiederanlaufszenarien – ersetzt aber kein Backup.
Hyper-V ist eine naheliegende Option für Unternehmen mit bestehender Microsoft-Infrastruktur, etwa mit Active Directory, Windows-Servern und Microsoft 365. Auch unsere terraXaler-Lösung nutzt Hyper-V.
Proxmox VE – flexible Virtualisierung auf Open-Source-Basis
Proxmox Virtual Environment ist eine Open-Source-Virtualisierungsplattform auf Linux-Basis mit integrierter Weboberfläche.
- KVM für virtuelle Maschinen: vollständige VMs mit eigenem Betriebssystem, darunter Windows- und Linux-Systeme.
- LXC für Linux-Container: Container teilen sich den Kernel des Hosts und sind schlanker, laufen aber nur mit Linux. Eine vollständige VM ist dagegen komplett getrennt und flexibler bei der Betriebssystemwahl.
- Weboberfläche: Hosts, VMs, Container, Storage und Netzwerke werden zentral verwaltet.
- Cluster: Cluster-Verwaltung, Hochverfügbarkeit und Live-Migration bei geeigneter Konfiguration.
- Storage: je nach Aufbau zum Beispiel ZFS, NFS, iSCSI oder Ceph.
- Backup: Anbindung an den Proxmox Backup Server als ergänzende Backup-Lösung.
Die Open-Source-Software ist ohne kostenpflichtige Subscription nutzbar. Kommerzielle Subscriptions bieten zusätzliche Leistungen wie das Enterprise-Repository und Support entsprechend dem gewählten Tarif. Kosten entstehen trotzdem für Betrieb, Hardware, Betreuung und die Lizenzen der Gastsysteme.
Hyper-V oder Proxmox – was passt zu Ihrem Unternehmen?
Die passende Plattform hängt von Ihren Anwendungen, vorhandenen Systemen, Verfügbarkeitsanforderungen und Ihrem Budget ab.
| Kriterium | Hyper-V (Windows Server) | Proxmox VE |
|---|---|---|
| Technische Grundlage | Hypervisor als Rolle in Windows Server | Open Source auf Linux-Basis (KVM und LXC) |
| Arbeitslasten | Windows- und Linux-VMs laut Supportmatrix | Windows- und Linux-VMs (KVM) sowie Linux-Container (LXC) |
| Verwaltung | Hyper-V-Manager, Windows Admin Center, PowerShell | Integrierte Weboberfläche, Kommandozeile |
| Integration in die vorhandene IT | Eng in Windows-Server- und Microsoft-Umgebungen eingebunden | Unabhängig vom Betriebssystemhersteller; Anbindung über Standards wie NFS, iSCSI, Ceph |
| Hochverfügbarkeit und Migration | Failover Clustering; Live-Migration unter passenden Voraussetzungen | Cluster mit HA und Live-Migration bei geeigneter Konfiguration |
| Backup-Konzept | Backup-Lösungen mit Hyper-V-Unterstützung; Replica ersetzt kein Backup | Proxmox Backup Server oder Lösungen Dritter mit Proxmox-Unterstützung |
| Lizenz und Betriebskosten | Windows-Server-Lizenzierung und Gastlizenzen; Betrieb und Betreuung | Software frei nutzbar, optionale Subscription; Betrieb, Hardware, Betreuung und Gastlizenzen |
Unsere Leistungen rund um Virtualisierung
Von der Bestandsaufnahme bis zum laufenden Betrieb begleiten wir Sie in fünf Schritten.
Bestandsaufnahme
Server, Anwendungen, Abhängigkeiten, Auslastung und Anforderungen erfassen.
Planung
Plattform auswählen sowie Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Storage, Netzwerk, Backup und gegebenenfalls Redundanz dimensionieren.
Einrichtung
Hosts und virtuelle Systeme installieren, Managementzugänge absichern und Berechtigungen einrichten.
Migration
Bestehende Systeme nach Kompatibilitätsprüfung übernehmen – mit Datensicherung, Wartungsfenster, Funktionstests und Rückfallplan.
Betrieb
Monitoring, Updates, Kapazitätskontrolle, Dokumentation und regelmäßige Wiederherstellungstests.
Dazu passen unsere Rollout & Implementierung, die IT-Betreuung und der individuelle IT-Wartungsvertrag. Passende Hardware beraten wir unter Hardware & Computersysteme.
Hochverfügbarkeit und Backup erfüllen unterschiedliche Aufgaben
Beides gehört zusammen – ersetzt sich aber nicht.
- Ein einzelner Virtualisierungshost ist noch keine hochverfügbare Umgebung.
- Ein HA-Cluster kann bei Hostausfall betroffene VMs auf anderen Hosts neu starten; dabei können Unterbrechungen entstehen.
- Live-Migration für geplante Wartung ist etwas anderes als das Verhalten bei einem plötzlichen Hardwareausfall.
- Snapshots, Checkpoints und Replikation ersetzen keine unabhängige Datensicherung.
- Eine geeignete Backup-Strategie berücksichtigt getrennte Sicherungen, Schutz vor Manipulation und getestete Wiederherstellung.
- Gewünschte Wiederanlaufzeiten und tolerierbarer Datenverlust bestimmen die technische Planung.
Als Backup-Lösung setzen wir auf Acronis. Laut Hersteller unterstützt Acronis sowohl Hyper-V als auch Proxmox VE; welche Version und welcher Funktionsumfang für Ihre Umgebung gelten, prüfen wir vor dem Projekt. Weitere Bausteine: Monitoring, Netzwerk & Firewall und Cyber-Resilienz & Business Continuity.
Häufige Fragen zur Servervirtualisierung
Was ist Servervirtualisierung?
Bei der Servervirtualisierung laufen mehrere virtuelle Server auf einer physischen Hardware. Jeder virtuelle Server verhält sich wie ein eigener Rechner mit eigenem Betriebssystem. Die Virtualisierungsplattform verteilt Rechenleistung, Arbeitsspeicher, Speicher und Netzwerk.
Welche Lösung passt besser: Hyper-V oder Proxmox?
Das hängt von Ihren Anwendungen, vorhandenen Systemen, Verfügbarkeitsanforderungen und Ihrem Budget ab. Hyper-V liegt nahe, wenn Sie bereits stark auf Windows Server und Microsoft-Verwaltung setzen. Proxmox VE ist eine flexible Open-Source-Alternative mit Weboberfläche. Wir vergleichen beides anhand Ihrer Ausgangslage.
Können bestehende Server übernommen werden?
In vielen Fällen ja. Nach einer Kompatibilitätsprüfung lassen sich physische Server oder vorhandene virtuelle Maschinen in die neue Umgebung überführen. Ob und wie das geht, hängt unter anderem von Betriebssystem, Anwendung, Hardware und Herstellerfreigaben ab.
Läuft Windows Server auch unter Proxmox?
Ja, Proxmox VE nutzt KVM und kann Windows- und Linux-Systeme als virtuelle Maschinen betreiben. Die Lizenzierung des Windows Servers und die Freigaben der Anwendungshersteller müssen Sie unabhängig von der Plattform prüfen – das übernehmen wir mit Ihnen gemeinsam.
Brauchen wir mehrere physische Server?
Nicht zwingend, aber ein einzelner Host ist bei einem Hardwareausfall ein Einzelfehlerpunkt. Wenn Ausfallzeiten kritisch sind, planen wir einen Cluster aus mehreren Hosts mit gemeinsamem oder repliziertem Speicher. Wie viele Hosts sinnvoll sind, richtet sich nach tolerierbarer Ausfallzeit und Budget.
Was passiert, wenn ein Host ausfällt?
Bei einem einzelnen Host stehen alle darauf laufenden virtuellen Server, bis er repariert oder die Sicherung wiederhergestellt ist. In einem Cluster mit Hochverfügbarkeit werden betroffene VMs auf anderen Hosts neu gestartet; dabei kann es zu einer kurzen Unterbrechung kommen.
Brauchen virtuelle Server ein eigenes Backup-Konzept?
Ja. Snapshots, Checkpoints und Replikation sind kein Ersatz für eine unabhängige Datensicherung. Wir planen getrennte Sicherungen, Schutz vor Manipulation und regelmäßige Wiederherstellungstests.
Welche Kosten entstehen?
Die Kosten setzen sich aus Hardware, Plattform (bei Proxmox optional die Subscription), Lizenzen der Gastbetriebssysteme und Anwendungen, Backup sowie Einrichtung und laufender Betreuung zusammen. Feste Zahlen nennen wir erst nach Prüfung Ihrer Ausgangslage.
Wie viel Unterbrechung müssen wir bei einer Migration einplanen?
Das hängt vom System ab. Wir stimmen Wartungsfenster mit Ihnen ab, sichern vorher, testen die Funktion und halten einen Rückfallplan bereit. Eine pauschale Dauer können wir seriös erst nach der Bestandsaufnahme nennen.
Welche Virtualisierung passt zu Ihrer IT?
Wir prüfen gemeinsam mit Ihnen die bestehende Infrastruktur und die passende Lösung – persönlich und herstellerunabhängig.